Wettbewerb 1992

Breslauer Platz in Köln
1. Preis


Auszug aus dem Erläuterungsbericht von 1992:
„…Das natürliche Gefälle zum Rhein und der Domhügel sind häufig zum Anlass genommen worden, konkurrierende Verkehrsströme übereinander zu schichten. Dieser wohlmeinende Gedanke versucht Probleme zu lösen, die sich bei ideologiefreier Betrachtung gar nicht erst stellen. Diesem Gedankengang folgend versucht unser Entwurf, Störendes nicht zu verstecken oder zu überdeckeln...
…Der Bahnhofsplatz ist kein gemütlicher, sondern ein lebendiger Platz. Ein positiv-hektischer Platz. Hier wird Verkehr inszeniert, der Platz ist Bühnenraum für Fahrrad und Hochgeschwindigkeitszug, für Busse, U-Bahn, Autos, Taxi...“


Auszug Preisgerichtsbeurteilung:
„Die Verfasser bewegen sich bewusst im Gelände und entwickeln mit der gewählten Blockstruktur, ohne sich anzubiedern, eine Fortführung des Kunibertviertels.. Es entsteht statt des heute diffusen Breslauer Platzes ein bewusstes „Stück Stadt“. Sie schaffen Straßenräume mit Sichtbeziehungen von hoher Qualität und definieren damit eindeutig öffentliche und private Räume. Der quergelagerte, baumüberstandene „dynamische Platz“ ermöglicht die Verknüpfung aller Verkehrs-, Aufenthalts- und Umsteigefunktionen mit viel Chancen zur freien Entwicklung räumlicher Beziehungen sowie sozialer Kontrolle.
Besonders positiv ist die Möglichkeit abschnittsweiser Verwirklichung hinreichend großer Gebäudekomplexe…“

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