Aktualisierte 50er-Jahre
Umbau Haus T. in Köln-MarienburgPlanung ab 11/2010, Baubeginn 04/2011
Nach dem zweiten Weltkrieg wurden in vielen Stadtteilen Kölns Siedlungen für die Besatzungsmächte errichtet. In Köln-Marienburg war es vor allem der Architekt und Städtebauer Hans Schumacher, der mit der Entwicklung von Typen-Bauten für Villen für die höheren Dienstgrade beauftragt wurde.
Das äußerlich auf den ersten Blick unscheinbare Haus überrascht im Inneren durch sein Volumen und die relativ großen Zimmergrößen. Wie so oft bei unseren Umbau-Aufträgen standen wir allerdings auch bei diesem Projekt zunächst vor der Aufgabe, zwischenzeitlich vorgenommene Unterteilungen zu entfernen und die räumlichen Beziehungen zu erweitern. Dies wird insbesondere erreicht durch eine große Deckenöffnung, die den ehemaligen halböffentlichen Eingangsbereich in eine wohnliche Halle mit der Ausstrahlung einer Galerie verwandelt.
Das relativ flach geneigte Dach wurde ausgebaut zu einer komfortablen Einliegerwohnung mit eigenem Treppenhaus. Um die Ruhe der Dachfläche nicht zu stören, wurden lediglich Dachflächenfenster eingebaut und eine versteckt liegende Dachterrasse eingeschnitten. Die kleinen quadratischen Fenster der ursprünglichen Nebenräume sind durch die räumlichen Veränderungen inzwischen größtenteils der Halle und einer Nebentreppe zugeordnet und erhalten deshalb einen gestalterischen Sonderstatus: die Fenster sind in unterschiedlichen Farben verglast und werden ausgeleuchtet, sodass sich bei Nacht der Effekt von Martins-Laternen einstellen sollte.
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